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Ein Tropfen hebt den Ozean an. Duathlon und Laufsport

09.06.2018 Powerman Tramelan

Nach dem Intervallduathlon ging es 2 Wochen bis zur nächsten Schweizermeisterschaft. Ich konnte nochmals gut trainieren und das verlängerte Wochenende für Trainings nutzen. 

Heute war der Powerman Tramelan mit durchgeführter Schweizermeisterschaft über die Mitteldistanz von 10/60/10.
Nach dem Intervallduathlon wurde ich darauf aufmerksam, das Philipp Gubler (wurde AK Schweizermeister in meiner Kategorie) ein Angebot bei seinem Coachingprogramm, wo der Athlet die Trainings selber plant, jedoch gerne auf die Tipps für das Training gebrauchen kann. Dies hörte sich für mich passend an und ich entschloss mich, nach mehreren Jahren mit Coach und jetzt rund ein halbes Jahr mit Selbstplanung, dieses Angebot zu nutzen. Wir begannen dann aber erst richtig, nach diesem Powerman Tramelan, da wir da noch Direktkonkurrenten waren :-)


Vor erste Lauf führte über 10km und 224 Höhenmeter.

Vor dem Start. Reissverschlussgespräche mit dem Schiedsrichter
Bald geht's los
Start Altersklassenathleten

Die Alterklassenathleten starteten ein paar Minuten nach dem Profi Feld. Nach dem Startschuss ging es schnell los. Ich reihte mich etwa in fünfter Position ein. Schon nach der ersten Bergabpassage konnte ich ein paar überholen. Nach dem durchqueren eines Pferdestalls ging es den längsten Anstieg hoch über einen Feldweg. Ich lief dort meine Pace weiter, und wurde wieder von ein paar eingeholt. Auf der längeren Bergabpassage konnte ich dann wieder Plätze gut machen und war dort wieder auf der 2. Overallposition der AK Athleten. Ich dachte jedoch, das ich der vorderste bin, das jemand noch weiter vorne war, ist mir irgendwie entgangen. Nach ein paar kleinen Wellen ging es an der Wechselzone vorbei und dann auf die zweite Runde, welche ziemlich ähnlich ablief. Genau an der gleichen Stelle war ich wieder auf der 2. Gesamtposition bei der Bergabpassage.

Kurz vor dem Wechsel aufs Rad.
mit Elias Bertsch in der Verfolgergruppe

Kurz vor Ende des ersten Laufs setzte sich jemand noch einmal ab und ich lief dann als Dritter in die Wechselzone ein.  Mit einer 3'52"/km Pace absolvierte ich den ersten Lauf. Mit einem sehr schnellen Wechsel (5. schnellster Overall inkl. Elite) konnte ich auf die Radstrecke gehen.

Sehr grosszügige Wechselzone mit viel Platz
Als zweiter auf die Radstrecke, war ein cooles Gefühl

Nach einer kurzen Einfahrstrecke ging es den steilen Anstieg hoch, wo mich kurz davor ein paar überholten. Ich fuhr mein Tempo durch, wobei man beim steilen Anstieg so um die 300 Watt fuhr, um einen anständigen Rhythmus zu haben. Mit einer schönen Rollerstrecke ging es weiter durch eine schöne Umgebung und ein paar Höhenprofilwellen. Ich konnte dann in der ersten Runde meinen Rang halten. In der zweiten Runde merkte man den steilen Anstieg schon etwas mehr. Die Runde forderte schon etwas mehr Substanz, doch die Beine drehten noch gut. Ich war sicher gut unterwegs, so das ich die beste 20min Wattleistung in diesem Jahr bei Duathlons erzielen konnte und dies obwohl es bei 2 Duathlons kurze Strecken gab. Ebenso konnte ich einen neuen persönlichen 90min Wattrekord Alltime aufstellen. Gegen Ende der dritten Runde konnte sich dann Edi etwas absetzten und ich versuchte meinen Rhythmus noch durchzuziehen, ohne die Beine noch mehr müder zu machen. Bei der Rangierung der Schweizermeisterschaft AK Kategorie wusste ich, dass ich unter den ersten Drei war.  Die 62km mit rund 900 Höhenmeter absolvierte ich mit einem 33.7km/h Schnitt.
Der Wechsel gelang mir wieder sehr gut und ich konnte als 6. AK Overall Athlet auf die Laufstrecke wechseln.

Schon bald ging es beim zweiten Lauf einen Anstieg von rund 600m Länge mit 9% Steigung hinauf. Nach dem schnellen Radpart, waren die Beine schon schön vorbelastet. Dort sah ich dann die Abstände zu den vorderen Platzierten und dachte mir, die liegen noch in Reichweite. Schon bald darauf erwischte mich der erste Krampf und musste für ein paar Schritte spazieren. Auch Edi denn erwischte es mit einem Krampf, den ich überholen konnte. Mit einem Trailabschnitt durch den Wald ging es weiter. Energiemässig fühlte ich mich schon müde, versuchte aber weiterhin Gas zu geben. Dann ging es durch einen Steinbruch, wo mich der Führende des Rennen, Felix Köhler, überholte und mich anfeuerte. Die zweite Runde ging dann im gleichen Stil weiter und war nun auch etwas mehr bevölkert, so das ich aus Überholungen Kraft schöpfen konnte, bevor mir ein zweites Mal ein Krampf im Oberschenkel zu spürte. Es fing an, leicht zu regnen und dies machte die Traillauf Passagen nicht leichter. Am Schluss waren die Energiespeicher ziemlich leer und ich rettete mich ins Ziel, nach den absolvierten 280 Höhenmeter, beim zweiten Lauf.

Zieleinlauf

Im Ziel erreichte ich den 2. AK Rang (35-39 Jahre) und auch bei der Schweizermeisterschaftswertung AK Wertung (35-44 Jahre) erreichte ich den 2. Rang. Dies hinter Philipp Gubler, der mich neu bei meiner Trainingsplanung beraten wird. 
Auch wenn es ein hartes Rennen war, gab es viele spannende Geschichten im Ziel von den "Anderen" zu erfahren. Es ist toll, wenn man so viele bei den Duathlons kennt.
Ein hartes und mit viel Herzblut organisiertes Rennen, das zum weiterempfehlen ist. Gratulation an alle Finisher.

Zusammen mit Philpp Gubler Rang 1 und 2 bei der SM