21.05.2017 Powerman Sankt Wendel Duathlon EM

Am Freitagabend reisste ich etwas nördlich von Strassburg und machte dort einen Zwischenhalt. Am Samstag ging es das restliche Stück nach Sankt Wendel. Ich war dort schon im Vorjahr am Start, jedoch über die Distanzen von 10/120/20. Wo ich den zweiten Kategorienrang und 19. Overallrang erreichte.
Nach dem ablaufen der Laufstrecke mit ein paar Abschnitten im Renntempo, ging es auf eine Radrunde auf der Orginalstrecke mit Andreas Kälin. Dort fühlten sich die Radbeine etwas besser an als die Laufbeine, nach der Autofahrt.
Nach dem Einchecken und der Wettkampfbesprechung war am Abend die Nationenparade.

Vor dem Radcheckin
Einzug der Nationen

Am der Nacht vom Renntag war ich mehrmals wach und es brauchte am morgen etwas, bis ich frisch war. Der erste Lauf über 10km gelang mir sehr gut. Nach eher verhaltenem Start, dachte ich mir, heute ist dein Tag und ich wollte mal mehr riskieren als bei den letzten Duathlons. Den Weltmeister Jan Meysmans, mein Kategorienkollege hatte ich in der ersten Laufrunde immer in Sichtweite. Anfangs zweite Runde überholte ich ihn. Ich konnte jeweils an den Bergabpassagen schneller laufen. Er investierte bei den Anstiegen mehr und überholte mich jeweils dort. Die 10.4km (Garmin Uhr) und 239 Höhenmeter konnte ich mit einer schnellen Pace von 3'45"/km laufen und konnte die Wechselzone als erster der Kategorie anführen, wo mir auch die schnellste Wechselzeit gelang von den Altersklassenathleten. Wie sagt man so schön: "Der Moment zählt" :-) Und schnell laufen macht einfach Spass ;-).

Abwärtspassage nach Überholvorgang von Jan Meysmans

Die Radstrecke vor mir war noch ziemlich leer, lagen doch nur 6 Athleten vor mir, welche nicht bei der Elite starteten. Voller Euphorie gelang mir der Radstart sehr gut und ich lag nach 30min Radzeit immer noch an der Kategorienspitze und nur 2 andere hatten mich überholt. Mitte der zweiten Runde (3x20km) wusste ich nicht mehr was los war. Ich fuhr konstant meine Wattwerte weiter, wurde aber mit ziemlich Tempoüberschuss überholt, auch bei Abfahrten, wo man nicht mehr stark treten kann. Ich wusste nicht was es war. Anfangs dritte Runde bin ich angehalten und habe mal den Luftdruck der Reifen geprüft, alles war OK. Später hatte ich die Hinterradbremse geöffnet weil ich dann merkte, dass die Bremse schleifte, welches wahrscheinlich passiert ist, wo ich in ein Schlagloch gefahren bin. Von dort an konnte ich auch wieder Fahrer überholen, war aber schon etwas müde vom Kräfteverpuffen.
Später bei der Analyse stellte ich fest, das ich in der zweiten Radrunde beim einem Anstieg 20 Watt mehr hatte als in der dritten Runde, wo die Bremse wieder offen war und trotzdem 1km/h langsamer war. So reichte es auf dem Rad nur für den 8. Kategorienrang und den 52. Overallrang.
Der zweite Wechsel konnte ich wieder als schnellster Alterklassenathlet absolvieren.
Beim Laufen fühlte ich mich im Kopf etwas müde. Die Beine liefen aber sehr stark weiter. Ich konnte dauernd auf der Überholspur laufen. Ich wäre gerne noch weiter gelaufen.

Auf der ersten Laufrunde gab es ein rund 2km langes Duell mit Elite Starter Julian Lings

Auf den letzten 2km mobilisierte ich nochmals alles. Die letzten 500m vom 2. Lauf waren schnell: 3'32/km Pace Ich erreichte beim zweiten Lauf die 2. Kategorienzeit und die 8. schnellste Zeit der Alterklassenathleten.
Im Ziel hatte ich ziemlich Durst und Hunger, hatte ich zu Ende des Laufens es manchmal es etwas schimmernd gesehen.

Im Ziel lag ich auf dem 5. Kategorienrang.

Es war ein erlebnisreiches Rennen und es war schön weitere Duathloncracks zu treffen. Gratulation an alle die dieses Rennen gemeistert haben.

Besten Dank der Organisation vom Powerman Sankt Wendel.
Es ist ein tolles Rennen sie dürfen sich die Nr. 2 hinter dem Powerman Zofingen nennen.

Gratulation an Jonas für seine Bronzemedaille
Verdienter Sieg der Elite von Felix Köhler