15.06.2003 Zytturm Triathlon Zug

Am 15. Juni fand mein zweiter Triathlon vom 2003 statt. Der VW-Circuit in Zug war mein erster Kurzdistanz-Triathlon (1,5 km schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km Laufen). Eine Woche vor dem Triathlon hatte ich beim Arbeiten eine starke Prellung (Knie) erwischt. Ich musste die ersten Tage, nach dem Unfall, "hinken". Ich konnte kein Lauftraining absolvieren. Am Montag hatte ich noch ein Intervalltraining beim Radfahren absolviert. Die Schwimmtrainings hatte ich in den See verlegt, um mich ans schwimmen im See zu gewöhnen. Diese machte ich mit meinem neuen Neoprenanzug
Am Sonntagmorgen war es dann soweit. Um 5.00Uhr morgens hatte ich meinen Wecker gestellt, um früh genug ein Frühstück einzunehmen. Nach der Abreise nach Zug, hiess es das Wasser ist 24°. So dass ein Neoprenanzug nicht erlaubt war. Beim Einschwimmen war der Himmel leicht bedeckt und es regnete ein bisschen. Nach dem Startschuss ging ich ein lockeres Tempo an. Ich war zuvor erst zweimal 1500m am Stück geschwommen. Ich wollte nicht zuviel riskieren. Ich steigerte das Tempo etwa 400m vor dem Ziel. Die Schwimmstrecke war auf einem Dreieckskurs angelegt. Die Orientierung am Start war einfacher, so dass man den Kopf nicht immer anheben musste, weil man sich an den anderen Schwimmern orientieren konnte. Beim Start kam ich ohne Schläge weg. Ich schwimmte am Start mit einer Zweieratmung, so dass ich schneller reagieren konnte, wenn ein paar gefährliche Füsse zu Nahe kamen. Ich stieg als 172. von 192 aus dem Wasser (37min 13sek).
Der Wechsel ging schnell, nur beim Aufstieg auf's Velo hatte ich leichte Koordinationsschwierigkeiten. Nach der kurvenreichen und holprigen Ausfahrt aus der Stadt, ging es flach dem Zugersee entlang. Ich fand mein Tempo und ich überholte ein paar andere Triathleten. Bei der Steigung nach Immensee sprang mir die Kette von Kettenblatt, als ich vom grossen auf's kleine Kettenblatt wechseln wollte. Ich behob den Defekt schnell und fand mein Rhythmus wieder. Etwas später bei einem Kreisel hatte ich die Ausfahrt unterschätzt. Ich dachte dass man die Ausfahrt ohne bremsen locker erwischt. Doch da hatte ich die Zentrifugalkraft unterschätzt. Ich musste eine Vollbremse machen, so dass das Hinterrad blockierte und ich war froh das dass hin und herrutschen vom Hinterrad nicht zu einem Sturz führte. Ich erwischte die Kreiselausfahrt noch, jedoch auf der Gegenfahrbahn. Danach stieg mein Puls um ca. 10 Schläge, weil ich die Peace auf dem letzten Drittel erhöhte.

Auf der 40km langen Radstrecke um den Zugersee fuhr ich die 150. Radzeit. Ich überholte 12 Kontrahenten (1:09,31 mit Wechselzeiten). Ich hatte das Gefühl noch lange fahren zu können, einfach nicht schneller (wahrscheinlich zu wenig Tempotraining auf dem Rad absolviert). Nach einem schnellen Wechsel, fühlte ich mich wieder super. Meine Beine liefen wie von alleine und ich lief ständig auf der Überhohlspur. Beim ersten Verpflegungsposten wollte ich etwas trinken, doch der Schluck ging in die Luftröhre. So dass ich mich danach nur mit Schwämmen eindeckte. Ich hatte auf der Radstrecke genug getrunken. Ich hatte einen guten Tempomacher vor mir, dass ich das Tempo durchziehen konnte. Das Feld hatte sich stark gemischt, so dass verschiedene Startfelder zusammen kamen und es grosse Unterschiede beim Lauftempo gab. Auf der Laufstrecke lief ich die 51. Zeit (43min). Ich überholte 29 von meiner Alterskategorie. Ich bin zufrieden und bin zuversichtlich auf die nächsten Wettkämpfe. Zudem habe ich mich rasch erholt und bin bereit für weitere Trainingsreize. Also weiterhin gut schwitz. (Habe bei einem vierstündigen Velotraining schon einmal 5 Liter getrunken.)