18.08.2012 Schwyzer Triathlon

Nach dem Ironman Frankfurt habe ich mich gut erholt. Ich habe eine Woche früher als sonst mit dem regelmässigen Training wieder begonnen.
Am Freitag, vor dem Renntag, war ich in de Regionalen Zeitung (dem Boten der Urschweiz), als Starter von einem "Illustren Teilnehmerfeld" erwähnt.

Ich war frühzeitig beim Start vom Schwyzer Triathlon und konnte noch den Start von der kurzen Distanz zuschauen, wo mein Bruder Thomas, mein Kollege Matthias und die Freundin von meinem Cousin, zusammen beim Teamwettkampf starteten und diesen auch gewannen.

Vor dem Start sah ich viele bekannte Gesichter, einige Starter vom Talkessel Schwyz und die Clubkameraden vom Triteam Zugerland, welche dort auch ihre Vereinsmeisterschaft durchführten. Ich habe mich vor dem Start noch ein bisschen zurückgezogen und mich eingelaufen und mental vorbereitet.

Um 10.30 Uhr ging es dann los mit 400m Schwimmen im 25° warmen Lauerzersee. Anfangs war es ein bisschen eng und ich wurde zwei- dreimal an den Beinen gehalten, doch dann ging das Schwimmen gut. Ich konnte mein Tempo durchziehen. Bei so einer kurzen Distanz schwimmt man volle Pulle, als wenn nach dem Schwimmen der Wettkampf fertig wäre.

Der Wechsel klappte bis auf das Startnummerband sehr gut. Und ich konnte knapp vor den schnellsten Schwimmer vom Triteam Zugerland auf's Velo wechseln.
Ich wechselte wieder mit den eingeklickten Radschuhen und stieg während dem Fahren in die Schuhe, das klappte wunderbar und schnell.

Beim Radfahren, bei welchem Windschattenfreigabe erteilt wurde, konnte ich ein gutes Tempo fahren.
Bis zur ersten Steigung bei Lauerz, bildete sich eine Gruppe von ca. 15 Fahrer. Unter ihnen waren auch 2, 3 Fahrer welche in den letzten Jahren auf das Kategorienpodest geschafft haben. In der Steigung hatten wir noch eine weitere Gruppe überhohlt. Meistens fuhren vorne 3-4 Fahrer, und hinten war dann das Feld nebeneinander. Ich beiteiligte mich auch viel an der Führungsarbeit, die Beine hängen zu lassen im Windschatten liegt mir nicht so, es ist ein Gefühl wie man noch etwas erledigen muss, und doch nicht kann. Und ausserdem hat man das Gefühl man kommt nicht vorwärts. Jedoch waren die Ablösungen nicht so fliessend eher Attakemässig. Am Ende der ersten Runde hatten wir noch eine kleine Gruppe eingeholt.

In der zweiten Runde begann nicht so schnell wie die erste. Es wurde nicht mehr so schnell gefahren. Meine Wattwerte lagen aber im geplanten Bereich. Bei der Steigung in Lauerz wurde wieder schnell gefahren. Ich habe mich dort ein bisschen zurückgefallen lassen an den Schluss der Gruppe, um eine gleichmässige Leistung zu fahren. Jedoch konnte ich am Ende des Anstieges wieder zur Gruppe aufschliessen. In der Abfahrt liessen die meisten die Beine hängen, weil sie zu schnell in den Anstieg gefahren waren. Ich fühlte mich jedoch frisch und setzte mich an die Spitze des Feldes und versuchte dann vorne wegzufahren, was mir aber nicht gelang. In den letzten 10 Minuten hatte ich dann den höchsten Wattschnitt (272) ich hatte aber noch Reserven und hätte noch schneller fahren können. Ich stieg während dem Fahren aus den Schuhen und war bereit für einen schnellen Wechsel.

Der Wechsel auf die Laufstrecke klappte gut und schnell und so konnte ich als erster von der Gruppe (ev. nach Rangliste 2.) auf die Laufstrecke wechseln.

Die Strecke führte 2.5km im Schatten vom Urmiberg am Lauerzersee entlang bis zum Otten (bei Insel Schwanau). Ich fühlte mich gut und das Tempo war beim ersten Kilometer vom Gefühl her noch locker. Jedoch war ist mir bekannt, dass bei gleichmässigem Tempo die Belastung immer stärker wird. Bald konnte ich einige von der vorherigen Radgruppe überholen. Jedoch überholte mich auch Philipp Fässler. Ich lief etwa 10m dahinter. Bei Kilometer 1 hatte ich eine Phase, wo ich vom Kopf her nicht mehr bei der Sache war, ich träumte irgend etwas herum, doch die Beine liefen wie automatisch. Kurz vor dem Wendepunkt, nachdem die Spitze mir entgegen kam wachte ich wieder auf und konnte vom Tempo her mehr an meine Leistungsgrenze gehen. Die letzten zwei Kilometer habe ich nochmals eine Tempoverschärfung gemacht und es hat Spass gemacht, so schnell zu laufen. Ausserdem beflügelten die Zurufe von den Triteamler die mir entgegen kamen. In den letzten 200m bei einem kleinen Anstieg, wurden die Beine dann schwer und es wurde mühsam zu laufen. Mit einem zufriedenen Gefühl konnte ich in's Ziel einlaufen. Ich erreichte die drittschnellste Laufzeit (17min 58sek)

m Ziel erreicht ich eine neue persönliche Bestzeit, den 6. Kategorien- und die 12. Overallrangierung (2. Rang vom Kt. Schwyz). Und den ersten Rang bei der Vereinsmeisterschaft (der Senioren) vom Triteam Zugerland (drei Junioren waren noch schneller als ich)

Der Schwyzer Triathlon hat mir gefallen und nach dem ich letztes Jahr wegen einer Zehenverletzung nicht starten konnte, war er um so schöner dort zu starten.

Der nächste Triathlon findet in drei Wochen in Locarno über die halbe Ironmandistanz statt.