02.09.2012 Triathlon Locarno

Nach 2010, mit dem Start beim Ironman über die halbe Ironman Distanz in Rapperswil, hatte ich wieder einmal Lust über diese Distanz zu starten.
Das Datum dazu war ideal und ausserdem nahe im schönen Tessin.
Nachdem ich am Freitag noch ein Schwimmen mit 10° Aussentemperatur gemacht hatte (See 20°), waren für das Wochende wärmere Temperaturen angesagt und für das Tessin sogar sonnige Temperaturen. Bei Anreise in Richtung Tessin, hatte es vor dem Gotthard eine Stau-Kolonne. Erst in Wassen konnte ich die Autobahn verlassen und konnte die schnellere Variante über den Gotthardpass fahren. Kurz nach der Autobahnausfahrt, nachdem es Richtung Locarno auf der Hauptstrasse weiterging, hatte es wieder Stau, trotz zwei Fahrspuren nebeneinander, doch dieser konnte ich dann auch mit einer anderen Route entweichen.
In Locarno angekommen, scheinte die Sonne, und ich konnte die Startnummer abholen. Nach dem Bezug der Unterkunft, machte ich noch eine progressive Velofahrt auf der Wettkampfstrecke. Der Triathlon über die Shortdistanz fand am späten Nachmittag statt, wo ich auf der Rad und Laufstrecke zuschauen konnte. Nach dem Abendessen, ging zurück zur Unterkunft und schaute mir noch Rocky 4 auf meinem Laptop an.

Nach dem morgenessen schaute ich noch schnell auf den Niederschlagsradar im Internet und dieser zeigte eine trockene Witterung über Locarno an, nachdem in der Samstagabend-Prognose genau über dem Südtessin Regen angesagt war.
Um ca. 7:45 (eine Stunde vor dem Start), war ich im Startgelände um machte mich bereit. Der Wechselplatz war eng, waren doch alle Fahrräder an der gleichen Seite vom Ständer, wo sonst abwechslend auf beiden Seiten die Plätze sind. Der Speaker kündigte an, dass alle Athleten die Wechselzone um 8:00 Uhr verlassen müssen. Ich nahm mir aber die Zeit, auch wenn ich mit den letzten die Wechselzone verlassen hatte.
Vor dem Start erkannte mich noch René Bieri von Steinen, welcher zum ersten Mal bei einem Triathlon startete. Er erzählte mir seine Geschichte, wie er zum Triathlon gekommen ist :)
Das Schwimmen war sehr frisch mit 16° Wassertemperatur. (Irgendwo stand sogar etwas von 14°) War aber kein Problem, durch die eigene Wärmeproduktion und durch die Konzentration auf das Rennen. Doch am Schluss hatte es ein bisschen die Atmung eingeengt. Ich konnte gut starten und wir hatten eine schöne Strömung von hinten.
Der zweite Teil wurde dann strenger und ich wurde dort von der Frauenspitze überholt, welche mich mental ein bisschen auslaugten. Beim Schwimmen hatte eine Zeit von 35'40" beim Ausstieg und 2.1km auf dem Garmin. Die offizielle Zeit wurde fürs Schwimmen bei Eingangs Wechselzone gestoppt. Beim Wechsel war die kleine Tasche mit den Salztabletten für den Lauf nicht mehr am Startnummerband und wie ich später beim Radfahren bemerkte, fehlte ein Gel, welches aus der Oberrohrtasche herausgefallen war. Ich suchte etwa 10 Sekunden, fand aber nichts, und stieg dann auf's Velo. Der Wechsel klappte ausser diesem zusätzlichen Punkt sehr gut. Beim Radfahren gab es nach ca. 10km eine 5-köpfige
Gruppe. Wo mit 5m-10m Abstand gefahren wurde. Vor dem ersten Wendepunkt, sah man die ersten grossen Felder entgegenkommen, welche ca. 20 Fahrer oder noch mehr waren. Nach dem zweiten Wendepunkt holten wir eine grosse Gruppe ein, und das Tempo blieb etwa gleich. Jedoch waren es mit mir nur
etwa zwei-drei andere Fahrer die vorne Tempo machten. Das heisst die ersten drei mit ziemlich korrektem Abstand, dann wurde hinten zu viert nebeneinander gefahren. Etwa
15km vor dem Radende griffen endlich 2 Kampfrichter ein, welche das Feld sprengen konnten. Als der Kampfrichter eingriff, war ich froh, dass ich mein eigenes Rennen fahren konnte und so machte es wieder Spass das Radfahren. Wie ich den Splitzeiten entnehmen konnte, hat sich das Feld ziemlich weit auseinander gezogen am Schluss, sind doch nur etwa eine handvoll Athleten von einer halben Minute in die Wechselzoe gekommen. Das Radfahren konnte ich mit einem 36.8 Schnitt fahren und konnte bei der Overall-Men Wertung vom der 101. Positon (Schwimmen) auf die 74. Position vorfahren.

Beim Lauf fühlte ich mich gut. Trotz bremsen war ich in den ersten zwei Kilometer bei einem 4:00 min/km Schnitt.
Dann brachte ich endlich das Tempo ein bisschen runter. Und so lag das Tempo dann bei einem 4:06 Schnitt auf den ersten drei Runden. Bis zur zweiten Runde konnte ich sehr locker laufen, ohne zu "krampfen", das war einfach genial und ich konnte das Laufen richtig geniessen. In der letzten Runde konnte ich noch einen konnte ich noch einen Gang höher schalten, vorher war es mir zu Riskant und so konnte ich die letzte Runde mit einer Pace von 3:56 min/km laufen. Der Lauf mit einer Zeit von 1:19,53, war sicher zu kurz, nur ca.
20km. Ich konnte dort die 16. Overalllaufzeit erreichen, wobei etwa 5 Profis am Start waren (und nur 3.5 min auf den Ironman Hawaii Starter (Profis) Christian Brader beim Halbmarathon verlor).



Im Ziel erreichte ich eine Zeit von 4:27,48 und war somit eine halbe Stunde schneller als 2010 in Rapperswil.

Die Mitteldistanz in Locarno war sehr gut besetzt und ich erreichte dort den 16. Kategorienrang und die 44. Overallplatzierung bei den Männern und war dort knapp schneller als die fünfschnellste Frau.

Auf dem Rückweg konnte ich die mentale Konzentration noch nicht abbauen und konnte ohne Pause in den Kanton Schwyz zurückfahren. (wieder über den Gotthard-Pass)