25.02.2012 Bremgartner Reusslauf

Ende Februar ist genau die Mitte der Vorbereitung für den Ironman Germany, welche ich anfangs November begonnen hatte. Nach guten effektiven Trainingswochen, war ich gespannt, was drin lag, nutzte ich doch den Reusslauf schon in den letzten zwei Jahren als erster Formtest. Mein Gefühl war gut und ich schätzte meine Laufform gut ein. Nachdem ich letztes Jahr meine Bestzeit um 40 Sekunden verbessert habe, rechnete ich dieses Jahr mit einer Minute, um erstmals unter 40min zu bleiben für 11km. Trotz einer Nacht, wo ich nicht viel geschlafen habe, ja auch als Routinier war ich aufgeregt, reiste ich nach Bremgarten mit einem frischen, guten und angriffslustigen Gefühl.
Nachdem es noch leicht geregnet hatte, war es dann zum Laufbeginn trocken und mit 8° deutlich wärmer, als noch in der Vorwoche, wo oft -10° waren.

Schon nach dem Startschuss merkte ich, dass die Beine gut liefen. Ich war schon vom ersten Kilometer schneller unterwegs, als geplant. Doch mit diesem guten Gefühl, das ich hatte, war es das Richtige das Tempo so durchzuziehen. Es lief wirklich wunderbar, von der vorherigen umfangreichen Laufwoche war ich gut erholt und plötzlich war das Laufen in der Wettkampfpace viel leichter im Vergleich zu den kurzen Abschnitten in der Racepace, die ich in dieser Woche noch gemacht hatte. Auf den Waldwegen hatte es immer wieder kleine Pfützen auf weichem Untergrund, doch es hatte etwas abendteuerliches mit sich, diese mit vollem Elan durchzupowern. Ab dem zweiten Kilometer hatte ich nur noch Läufer überholt und die kleinen Steigungen gingen auch viel besser, als im letzten Jahr. Ich versuchte eine tiefe und lange Atmung zu machen , was mir auch gelang, um mehr Sauerstoff in das Körpersystem hineinzubringen. Bis zum achten Kilometer war es für mich vom Gefühl her locker, noch ohne grosses Krampfen unterwegs. Dann wurde es strenger, doch ich konnte mein Tempo halten. Bei Kilometer 10 hatte ich, nach meiner Zeitstoppung, eine Durchgangszeit von 35min, von dieser Zeit hatte ich nicht einmal geträumt und erst für nächstes Jahr möglich gehalten. Der letzte Kilometer war noch einmal hart und ich konnte immer noch Plätze gut machen und drang zur Frauenspitze hervor, wo ich unter anderem noch OL-Weltmeisterin Simone Niggli-Luder überholen konnte.

Im Ziel erreichte eine Zeit von 38 Minuten und 47 Sekunden und war somit 117 Sekunden schneller als letztes Jahr. Dies entspricht eine Verbesserung von über 10 Sekunden pro Kilometer und einen Kilometerschnitt von 3:31min pro Kilometer. Dieser Lauf hat wirklich gerockt! Sehr gefallen hat mir auch das gute Körpergefühl, wann ich schneller laufen kann und wann ich ein bisschen Tempo rausnehmen musste.


Link Rangliste (Ich bin in der Kategorie 11km M30):
http://services.datasport.com/2012/lauf/reuss/