23.08.2014 Schwyzer Triathlon

Beim Heimtriathlon in der Nachbargemeinde Schwyz, bin ich immer wieder gerne am Start.
Nach dem Ironman Switzerland hatte ich mich gut erholt. So konnte ich nach 2 Wochen mit einer Umfangswoche wieder meine Form ausbauen. Beim Radfahren hatte ich wieder ein gutes Gefühl. Ebenso beim Laufen, wo ich aber nur 5 Lauftrainings im letzten Monat absoviert hatte, davon war 4 im ruhigen Tempo.

Vor dem Start war ich in einer lockeren Stimmung, so wie ich es noch nie war. Ich hatte mich darum auch ein bisschen zurückgezogen, um nicht von der Nervosität der anderen, sich anzustecken. :)
Mit dem Rocky Soundtrack "Eye of the Tiger" den ich gedanklich dachte, machte ich die letzten Vorbereitungen und sah noch einige bekannte Gesichter in der Wechselzone.

Nach dem Einschwimmen, konzentrierte ich mich auf den Start.
Ich ging nochmal in Gedanken meine Strategie durch und vertraute auf meine Fähigkeiten.
Auf der Startlinie hatte ich mich ganz aussen eingereiht.

Dann ging es los.
Bis zur ersten Boijen konnte ich einen guten Rhytmus schwimmen und wurde von den "Anderen" von "Schlägen" verschont.
Kurz vor der ersten Boije wurde es etwas enger. Fand dann aber ein Loch um die erste Boije zu passieren.
Die zweite Boije ging auch gut.
Danach war wieder ein Gedränge und ich schluckte etwas Wasser. Mein Ziel war das Schwimmen so schnell wie möglich zu absolvieren, weil dies für den weiteren Rennverlauf wichtig ist.

Nun kam ich aus dem Wasser und konnte beim Laufen zur Wechselzone schon einige überholen.
Beim Laufen zu meinem Fahrrad erwischte ich die Falsche Spur, dies war aber nicht schlimm, da ich am an der zweitäussersten Position mein Fahrrad hatte (neben Olympiasiegerin Brigitt McMahon).
Den Neo konnte ich schnell ausziehen. Neben mir wechselte Philipp Fässler, mit dem ich bei der letzten Austragung ein Duell geliefert hatte, welches ich knapp gewinnen konnte. Es zählte jede Sekunde. Wie an einer Perlenkette gingen die Athleten auf die Radstrecke. In die Radschuhe konnte ich auf dem Rad schnell einsteigen. Ich machte am Anfangs von der Radstrecke, viel Druck auf das Pedal, um möglichst schnell eine gute Gruppe zu finden. Denn bei diesem Triathlon war Windschattenfahren erlaubt. So fuhr ich von der zweiten bis fünften Minute um die 300 Watt. Einen Wert, denn ich im April bei einem Fünfminuten Test fahren konnte. Dabei konnte ich mich kurz an das Hinterrad von Philipp heften. Ging dann aber schnell einmal in die Führungspositon. Von hinten kam noch ein Staffelfahrer, welcher mächtig Druck auf den Pedalen hatte. An diesen hängte ich mich ran und übernahm später auch wieder die Führungspositon. Als ich ziemlich im roten Bereich war, forderte ich die anderen auf, etwas Führungsarbeit zu machen, erst in der dritten Aufforderung ging dann jemand nach vorne und ich liess mich bis Position 4/5 zurückfallen. Als ich dann sah, dass zwischen dem Führenden und dem Verfolger sich ein Loch bildete von mehreren Metern, ging ich nach vorne und fuhr das Loch z7u. Mein Ziel war die vordere Gruppe einzuholen, die in Sichtweite war und welche etwa 20 Fahrer umfasste. Wir waren in einer Gruppe von etwa 7/8 Leute.
Beim Anstieg griff der Staffelfahrer an und wir fuhren, was ging den Anstieg hoch. In der vorderen Gruppe wurde auch ziemlich Tempo gemacht, so dass Fahrer aus der Gruppe fielen und wir diese einsammeln konnten. Am Schluss vom Anstieg fehlte nur wenig bis auf die vordere Gruppe. Dort wurde dann auch bei der Abfahrt, ziemlich Tempo gemacht, wie mir ein Trainingskollege sagte. Hier wurde der Abstand wieder grösser.

Immer wieder führte ich die Gruppe an. Bei den Brücken gab es immer wieder Angriffe, wo welche nach vorne fuhren, wo es immer wieder ein Loch gab. So war es etwas unregelmässig zum fahren. Ich fuhr einen Schnitt von etwa 280 Watt, welcher ich auch beim Bergzeitfahren erreichen konnte. Der Abstand zur vorderen Gruppe wurde immer grösser, so dass diese nicht mehr in Sichtweite war. Jedoch konnte wir 2-3 Fahrer einsammeln die rausgefallen waren. In den letzten 2 Kilometer wurde ich auch müder und kämpfte mich nur noch ins Ziel. Mit dem Oberkörper war ich nicht mehr so ruhig und wackelte mehr. Mit einem 40er Schnitt erreichten wir die Wechselzone. Der Wechsel gelang ziemlich gut und ich konnte als zweiter von diese Gruppe auf den Lauf wechseln.

Philipp, mit dem ich schon beim letzten Start ein Laufduell abgeliefert hatte, machte schnell Tempo. Ich lief mit etwas Abstand nach. Schon bald überholten wir die ersten Läufer von der vorderen Radgruppe, die sich gebildet hatte.
Mein Tempo betrug anfangs bei 3:40min/km.

Nach einem Kilometer fühlten sich die Beine besser an. Muskulär fühlte ich mich super. Bei der Atmung war ich aber am Limit. Beim zweiten Kilometer konnte ich den Abstand zu Philipp verringern und war dann an seinen Fersen. Wir überholten weiterhin viele Athleten. Der Lauf machte Spass und nach dem Wendepunkt, bekam ich viele Anfeuerungen von entgegenkommenden Athleten.
Ich war nicht in der Lage Philipp zu überholen, konnte jedoch an seinen Fersen bleiben bis etwa 200m vor dem Ziel, danach war meine Kraft auch zu Ende und musste ihn ziehen lassen.

Den letzten halben Kilometer lief ich in einer Pace von 3:28min/km. Im Ziel konnte ich meine persönliche Bestzeit knapp verbessern und erreichte den 8. Kategorienrang und den 11. Gesamtplatz bei den Männern. Beim Laufen, wo ich eine Zeit von 18,o1 erreichte, war ich Vierter Overall. Im nächsten Jahr geht es eine Kategorie höher.

Ein Monat nach dem Ironman Switzerland ist das wiederum ein Top Ergebniss und Erlebnis gewesen.
Von den regionalen Startern erreichte ich die drittschnellste Zeit und bei der Vereinsmeisterschaft vom Triteam Zugerland, konnte ich zum dritten Mal den Titel gewinnen, zusammen mit der Olympiasiegerin Brigitt McMahon, welche einen neuen Streckenrekord bei den Frauen aufgestellt hatte.

Als weitere Wettkämpfe habe ich noch den Greifenseelauf über die Halbmarathondistanz.
Sowie den Saisonabschluss mit dem Münchenmarathon.

Ich freue mich darauf.