01.06.2014 Halfironman Rapperswil

Nach ein paar guten Trainingswochen, freute ich mich auf eine weitere Formüberprüfung über die Ironman Halbdistanz in Rapperwil. Letztes Jahr konnte ich das Ziel nicht erreichen, da das Renne wegen einem Erdrutsch abgebrochen wurde. Die Vorbereitungen in der Rennwoche liefen vom Training her gut, jedoch merkte ich meine linke Achillessehne, bei welcher ich seit einem halben Jahr keine Probleme hatte, wieder. Am Tag vor dem Rennen besserte sich aber der Zustand der Sehne.
Am Samstagmorgen hatten wir Probemorgen für das eidg. Tambourenfest.

Am Renntag hatte ich noch einen Proteinshake genommen, welcher mit der Nervosität vor dem Rennen nicht mehr gut verdaut werden konnte.
Die Vorbereitungen liefen gut.

Das Wasser war um die 17° warm. Anfangs war dies noch kalt, nach einer Zeit gewöhnte man sich daran. Beim Warten auf den Startschuss, fror ich dann schon etwas. Es ging am Start eng zu und her. Ich fand den Rhythmus nicht so richtig. Wollte einmal nach 200m das Rennen schon aufgeben, da dies absolut kein Spass machte. Irgendwie war ich noch nicht richtig wach/bereit für das Rennen. Das war aber absolut keine Option, das Rennen aufzugeben. Ich fand dann den Rhythmus etwas besser. Nach der Hälfte hatte ich krampfartige Erscheinungen.
Vom Gefühl her war ich in einem guten Tempo unterwegs und ich fühlte mich gut am oberen Limit, was man über diese Distanz schwimmen kann. Die Zeit war dann enttäuschend. Ich war auf dem 230. Kategorienrang zu finden.

Der Wechsel ging top. Mit der siebten Zeit (Kategorie) konnte ich die Wechselzone verlassen.

Die ersten 10km ging ich „locker“ an, um den Rhythmus zu finden. Es fühlte ich lockerer an, als im Training, dieses Tempo zu fahren. Die Anstiege gingen super und es lief rund. Die Sonne zeigte sich und es war eine gute Stimmung an der Strecke. Am ende der ersten Runde hatte ich leichte Magenprobleme. Zweite Runde hat gut begonnen. Musste aber wegen den vielen Teilnehmern auf der Strecke teilweise schon Schlupflöcher suchen und manchmal knapp an der Mittellinie überholen. Der erste Anstieg ging wieder top und ich fühlte mich beim Überholen, wie von einer anderen Welt.
Bei einer Verpflegungsstation hatte ich nach einer kurzen Abfahrt, vergessen zurückzuschalten, so blockierte die Kette und musste anhalten. Verlor dort ca. 15 Sekunden. An dieser Verpflegungsstation hatte ich Iso statt Wasser erwischt, spuckte es dann aber schnell wieder aus und konnte noch ein Wasserbidon schnappen.
Im letzten Abschnitt meldete sich auch wieder die Verdauung, so dass ich fast Durchfall hatte. In den letzten paar Minuten war noch ein Motorrad vor mir, welches an der Mittellinie fuhr, so dass ich nicht überholen konnte. Mit der 49. Radzeit in meiner Kategorie konnte ich auf den 92. Rang vorfahren. Somit habe ich in der Kategorie 138 Plätze gut gemacht, sowie im Overallklassement 1023 Plätze.

Zweiter Wechsel ging auch gut, wo ich in meiner Kategorie mit der 14. Zeit wechseln konnte.

Beim Laufen war es ziemlich wärmer, als beim Radfahren, wo der Fahrtwind noch abkühlte. Ich wollte auf ein WC Häusschen, dieses war aber besetzt, so lief ich weiter. Kurzdarauf konnte ich es nicht mehr halten und machte etwas in die Hose. Die Füsse rollten super und es war muskulär sehr leicht zu laufen.
Ich kannte auch einige Gesichter an der Strecke und dies machte Spass. Das erste Mal kam ich gut die Schlosstreppe hinauf. Beim 10km Schild zeigte meine Uhr knapp über 40min an. Dies überraschte mich, bin ich doch die ersten Kilometer bewusst langsam angelaufen. Das hiess die Strecke ist sicher zu kurz. Die Überholmanöver gingen weiter, ich wurde so viel ich weiss nur wenige Male überholt.
Im Mittelteil bin ich nicht so am Limit gelaufen, dies war ein Gefühlsentscheid, ich hätte dort sicher noch was rausholen können. Ich hatte in diesem Abschnitt noch einmal Magenprobleme. Bis zur zweiten Schlosstreppepassage liefen die Beine weiterhin rund. Bei den Treppenstufen spürte ich dann aber auch muskulär etwas die Beine.
Die Sonne wärmte ziemlich und das Thermotrikot unter dem Racetrikot, war eindeutig zu warm.
Der Lauf ging dann noch solide zu Ende mit einer Pace von 3:56 auf dem letzten Kilometer.

Die Zeit stoppte im Ziel bei 4 Std. 46min und 20sek. Ich konnte mich nicht so richtig freuen, da mit den Magenprobleme es schon ein kämpfen ins Ziel war. Was aber auch wertvoll ist, bei nicht so guten Gegebenheiten, das Beste zu machen.
Beim Laufen erreichte ich eine Zeit von 1:24,34. Die Strecke war aber nur ca. 20km lang.
Während dem Lauf kam ich in der Kategorie um 46 Plätze nach vorne und belegte im Ziel den 46. Rang in der Kategorie Männer 35-39 Jahre.
Im Overallklassement belegte ich den 294. Rang