02.08.2003 Seeüberquerung Untermatt-Weggis

Eine Woche nach dem Züri-Triathlon machte ich an der Seeüberquerung Untermatt-Weggis (3000m) mit. Ich bin in dieser Woche dreimal (Di-Do) schwimmen gegangen. Meine Beine verspürten noch Muskelkater, da war das Schwimmen ideal, weil man dort fast nur die Arme braucht. Ich legte den Schwerpunkt auf die Technik und versuchte zwei neue Bestleistungen zu erreichen. Was mir auch gelang. Am Mittwoch verbesserte ich meine 50m Bestzeit auf 46,9 Sekunden. Am Donnerstag absolvierte ich 500 Meter in 10 Minuten und 24 Sekunden. Was eine Verbesserung von 51 Sekunden bedeutete (alter Rekord 2.05.2003).
Am 2. August stand meine längste Schwimmdistanz auf dem Programm (3000m). Bisher war meine längste Schwimmstrecke ohne Pause, die ich im Kraulstil absolvierte, 1500m lang. Erstmals konnte ich meinen Neoprenanzug auch im Wettkampf testen.
Nach der Ankunft im schönen Weggiser Lido, genoss ich die Sonne. Um 11.30 Uhr fuhr ein Nauen auf die andere Seeseite. Auf dem Schiff wurde ein Appell gemacht, um sicher zu gehen dass alle auf dem Nauen sind, die sich angemeldet haben. Auf dem Nauen waren auch 12 Teilnehmer aus Ecuador. Beim ablesen ihrer Namen ging bei ihnen ein grosses Gelächter los. Die Namen werden in ihrer Heimat wohl ganz anders ausgesprochen. Nachdem ich meinen Neoprenanzug fertig angezogen hatte, ging es um 12.00 Uhr los. Ich versuchte mich auf die Technik zu konzentrieren. Ich draftete hinter einem Schwimmer, so konnte ich einen Drittel an Energie sparen. Doch nicht lange. Der Schwimmer vor mir schwamm weit von der Ideallinie entfernt. So das ich beschloss alleine weiter zu schwimmen. So konnte ich auch meinen Rhythmus durchziehen. Es zogen die ersten Wellen auf, welche das Schwimmen deutlich erschwerte. Mein Magen kriegte das zu spüren. Ich kriegte Magenkrämpfe, es war ein Gefühl als ziehe sich der ganze Magen zusammen. Ich musste zwischendurch wieder anhalten, da sonst die Orientierung bei diesem Wellengang nicht möglich war. Die Bojen waren auch komisch gesetzt. Sie waren nicht auf der Ideallinie. Auf der anderen Seite waren die Rettungsboote, irgendwo zwischen den Booten und den Bojen war die Ideallinie. Meine Arme fühlten sich gut an, sie wurden nicht schwer (während den Arbeitswochen spürt man beim schwimmen, das die Arme früher müde sind, als wenn man Ferien hat). Ich schwamm in einem lockeren Tempo. Ich wollte auf den letzten Meter noch einmal Gas geben. Dies machte ich nach einer Stunde. Ich erhöhte die Peace und zog zu meinem Schlusssprint auf. Nach 67 Minuten und 27 Sekunden erreichte ich das Ziel. Ich hatte mir eine Zeit von 70 Minuten als Ziel gesetzt. Als ich aus dem Wasser kam, war ich froh wieder festen Boden unter den Füssen zu haben. Mir war es anfangs noch ein bisschen schwindlig.
Nach einem feinen Risotto war die Rangverkündigung angesagt. Die Gruppe aus Ecuador musste früher abreisen, da das Briefing vom nächsten Schwimmwettkampf stattfand (Sie starteten schon am Vortag in Merlischachen.). Bei den Männern gewann der 17-jährige Cevallos Pedro (ECU) vor einem weiteren Landsmann und zwei deutschen Teilnehmern. Für die schnellste Schwimmzeit sorge ein Junior. Guerra Leonardo (15 Jahre) siegte in einer Zeit von 41 Minuten und 25 Sekunden. Und stellte einen neuen Juniorenrekord auf. Auf dem Podest der Frauen standen zwei Damen aus Ecuador und eine aus Davos.
Ich belegte den 17. Rang von 57. Teilnehmer bei den Herren.