14.06.2008 Zytturm Triathlon

Am 15. Juni starte ich mit einem Wettkampfcomeback. Nachdem ich zum letzten mal am 14. September 2003 an einem Wettkampf gestartet bin. Im Jahr 2004 hatte ich mich für den Ironman Zürich angemeldet (3.8km schwimmen, 180km radfahren, 42.195km Laufen), doch ich konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen.
Ich hatte anfangs 2008 wieder mit dem Training begonnen.
Schon am Vortag, wo ich die Startnummer abholte, spürte ich meine Emotionen. Es gab mir einen richtigen Kick und ich fühlte mich top motiviert für den Wettkampf.

Die Wassertemperatur war ziemlich kalt, so dass mit Neoprenanzug gschwimmen konnte. Anfangs hatte ich Mühe mit der Atmung, da das kalte Wasser das atmen nicht leichter machte.
Das Schwimmen ging immer besser, bis ich den Rhytmus gefunden hatte.
Ab der letzten Boije lief es dann wunschgemäss.

Der Wechsel ist noch sehr verbesserungsfähig, da ich Probleme hatte mit den Beinen aus dem Neo zu kommen.
Und die Armlinge hätte es auch nicht gebraucht.
Ich klickte die Veloschuhe auch schon vorher ein, das funktionerte bestens und ich werde es wieder so machen.



Das Radfahren lief auch sehr gut. Ich hatte zum ersten Mal meinen neuen Radsatz montiert, das beflügelte zusätzlich. Ich kam manchmal beim Radfahren auch in eine Gruppe, entweder weil sie von hinten kamen oder ich zu einer auffuhr. Das gefiel mir aber gar nicht.
Denn für die anderen die Führungsarbeit zu machen oder einfach die Beine hinten hängen lassen, ist nicht so meine Sache. So fuhr ich mehrmals immer wieder davon. Und wurde halt dann wieder eingeholt.
Kurz vor Arth habe ich noch meinen Velocomputer verloren. Ich habe mir dann später ein besseres Modell gekauft. In Cham wurde ich auch wieder eingeholt und da schlossen sich 2, 3 Gruppen zusammen aber keiner wollte richtig fahren. Dann zog ich an dieser ca. 20 köpfigen Gruppe vorbei und konnte meine Flucht alleine fortsetzen, obwohl sich noch ein paar an mein Hinterrad anhängten. Ich konnte auf der Radstrecke 16 Männer einholen.

Die Laufstrecke machte ich nach dem Motte: Zeig den Tiger in dir.
Ich konnte gut los laufen, mit anfangs kalten Füssen.
Es lief immer besser. Von anfangs 4.20 min pro Kilometer konnte ich bis zum Schluss mit einer 3.35/km Zeit laufen.
Weiss aber nicht mehr genau, wo die Datasportzeitmessung begann.
Dort konnte ich nochmals 8 Männer reinholen.
Meine Läufergene haben mich also nicht verlassen.
Die letzten 500m waren für mich sehr emotional, das mir die Tränen kamen, endliche wieder einmal an einem Triathlon dabei, wie schön das ist.

Ich hatte schon in den Trainings gemerkt, dass wenn ich vorher radfahre, dass das Laufen leichter und schneller geht. Sonst brauche ich einfach eine Weile bis ich in den Rhytmus komme.