12.09.2009 Gemmi Triathlon

Zum Saisonabschluss habe ich mir einen besonderen Triathlon ausgewählt. Der Gemmi Triathlon mit Start in Sierre (523 Meter über Meer) und dem Ziel aus dem Gemmi-Pass ob Leukerbad (2346 Meter über Meer). Am Freitagabend reiste ich mit der Bahn nach Sion, wo ich in der Jugendherberge übernachtete. Nach dem Frühstück reiste ich mit der Bahn nach Sierre, von dort an der Baggerse, wo der Triathlonstart war. Es war für mitte September angenehm warm, doch morgens wurde im Ziel eine Temperatur von 3° gemessen.
Nach dem ich die verschiedenen Taschen (Schwimmen, Laufsachen und Zielsachen) gepackt hatte, ging ich an den Start. Ich war gespannt wie der Wettkampf lief, da ich zwei Wochen vor dem Triathlon eine Trainingspause von einer Woche hatte, da ich Bauchschmerzen hatte.
Das Schwimmen ging anfangs ziemlich heftig zu und her. Zum Glück zog sich das Feld schnell einmal in die Länge. Etwa nach 10 Minuten konnte ich auch den Rhytmus finden. So kam ich nach 21 Minuten und 0.9km Schwimmen (inkl. Wechselzeit) zum Radfahren. Es warteten 23.2 Kilometer und 823 Höhenmeter bis nach Leukerbad. Dank meinen Aeroräder und Zeitfahrhelm konnte ich im flachen Startteil einige Triathleten überholen. Die Umgebung war eindrucksvoll schön und so ging auch das Radfahren mit einer Leichtigkeit in die Höhe hinauf. Dennoch konnte man gut pushen und es gab ein Tour-de-France-Feeling, da hupente und zurufende Autofahrer an einem vorbeifuhren. Das Fahrerfeld hat sich gut in die Länge gezogen, so dass es keine Gruppenbildungen gab. Das Ziel der Radstrecke war in der Sportarena Leukerbad.

Zum Glück hatte ich bei den Laufsachen noch einen Bidon gerüstet. denn das Radfahren gab mächtig Durst.
Mit gemischten und unbekannten Erwartungen und Gefühlen ging ich dann auf die 3.8km lange und 1000 Meter ansteigende "Laufstrecke". Anfangs im "Flachstück" konnte ich noch richtig laufen. Doch dann folgte schon bald der steilere Teil. Ich konnte anfangs noch ein paar Läufer einholen. Die frischen Staffelläufer, die später gestartet sind, waren spürbar frischer unterwegs.
Im stellte meine Technik um, und stosste mich mit den Armen die Beine nach. Etwa mitte der Laufstrecke hatte ich eine grosse Krise. Irgendwie stoppte die Durchblutung in den Beinen, und ich fühlte vorallem meine Beine nicht mehr, oder waren es nur noch meine Beine die ich spürte. Es fühlte sich an, als ob mit einem Band das Blut abgeklemmt wurde. Der Puls fiel dort zusammen. Danach war es eher ein Durchkämpfen. Doch mit dem Ziel vor Augen , gab es nochmals Kraft.

Es war eine grosse Erleichterung als ich oben im Ziel ankam. Dort gab es eine Decke und etwas zu Trinken und Essen.
Dann ging ich mit der Seilbahn nach Leukerbad hinunter mit dem imposanten Ausblick auf das Panorama. Danach benutzte ich die Gutscheine für die Pasta für Mittagessen und den Eintritt ins Burgerbad, welche beide beim Startpacket dabei waren. Das Burgerbad hat richtig gut getan, spürte ich doch am nächsten Tag keinen Muskelkater.
Dies war ein gelungender Saisonabschluss und ich freue mich wieder einmal im Wallis Gast zu sein, wenn es heisst: Der Gemmi-Triathon findet statt.