21.08.2010 Schwyzer Triathlon

Nach dem Ironman Zürich, war Erholung angesagt. Ich meldete mich noch für die Challenge in Roth für nächstes Jahr an. Beim Laufen war die Vorbereitung nicht ideal, da ich am linken Fuss eine Sehnenentzündung spürte. So waren nur 3 kurze Lauftrainings als Vorbereitung dabei. Nun, 4 Wochen nach dem Ironman, wollte ich für mich ein optimales Resultat herausholen. Anfangs Woche spürte ich die Sehne immer noch, doch wenn es irgendwie möglich ist, wollte ich an meinem Heimtriathlon am Start sein.

Am Samstagmorgen fühlte mich frisch und gut gelaunt. Erst als ich im Startgelände eintraff, wurde die Nervosität grösser.
Da der Schwyzer Triathlon zugleich als Clubmeisterschaft vom Triteam Zugerland durchgeführt wurde, waren auch viele bekannte Gesichter am Start.
Und bei so einem regionalen Sportanlass waren sonst noch viele Freunde am Start.
Beim Schwimmen war ich in einer guten Position am linken Rand. Ich konnte gut losschwimmen, fand aber den Rhytmus nicht richtig.
Nach dem Schwimmaustieg konnte ich bis zur Wechselzone noch ein paar Triathleten überholen. Der Wechsel funktionierte nicht optimal. Beim Neo ausziehen hatte ich leichte Probleme und auch beim Startnummerband und Helmverschluss. Nach 8 Minuten und 56 Sekunden, wo ich auf dem 10. Zwischenrang (Kategorie Hauptklasse) klassiert war, ging es auf die Radstrecke.

Die Strecke, welche zweimal um den Lauerzersee führte, kannte ich bestens. Da das Windschattenfahren erlaubt war, konnte ich mit Dani Gnos ein gute Zusammenarbeit machen. Wir fuhren die ersten leicht coupierten Kilometer in einem 42er Schnitt, bevor es dann in Lauerz zum Anstieg hinauf auf zur "Waage" ging.
Im Anstieg konnte wir fast zu einer Gruppe aufschliessen, doch es fehlte ein wenig. Mit einigen Fahrer, die zurückgefallen sind, bildeten wir eine neue Gruppe. Doch Dani und ich machten schön Tempo so dass sich die Gruppe wieder hallbierte. Nach der ersten Runde mit einem 40er Schnitt, ging es im gleichen Stil weiter. Wir versuchten zur nächsten Gruppe aufzuschliessen doch es, ging und ging nicht näher. Beim Radfahren ging ich ziemlich ans Limit, wurde es mir doch manchmal vor den Augen schwindlig und sah kurz ein flimmern. Doch ich wusste, dass jede Krise wieder vorbei geht. Auf der Radstrecke überholte ich 3 Männer vom Triteam und wusste, das mit höchster Wahrscheinlichkeit nur noch Andy Grüter vor mir war.
Nach der Radstrecke war ich auf dem 7. Kategorienrang und auf dem 23. Overallrang. Beim 2. Wechsel hatte ich in der Rennatmosphäre Probleme mit dem Anziehen der Laufschuhe. Das nächste Mal steht ein Schuhlöffel bereit.

Nach 500m konnte ich auf die Triathleten der Velogruppe, die vor mir war, aufschliessen und vorbeilaufen. Ich fühlte mich locker trotz schnellem Tempo.
Kurz vor dem Wendepunkt konnte ich zu Andy aufschliessen und ihn überholen. Ebenso konnte ich die Führende bei den Damen überholen (Brigitte McMahon) Beim Wendepunkt konnte ich abzählen auf welchem Zwischenrang ich war. Ich war auf dem 13. Rang und nach meiner Schätzung auf dem 4. bis 6. Rang in meiner Alterskategorie.
Auf den geraden Strecken sah ich dann niemand vor mir, doch durch die gute Arbeit konnte ich noch zu weiteren Läufern aufschliessen und dies gab mir wieder Mum für den weiteren Verlauf. Etwa 500m vor dem Ziel war ich ziemlich nahe an zwei weiteren Mitgenossen. Ich wusste wenn ich dort noch zum Überholen ansetzen konnte, das ein Podestplatz noch drin liegt.
Am Schluss fehlte mir die Kraft und ich konnte keine weitere Überholmanöver absolvieren.
Nach 59 Minuten und 39 Sekunden konnte ich auf dem 5. Kategorienrang und 10. Overallrang einlaufen.
Das Podest verpasste ich um winzige 10 Sekunden.
Beim Lauf erreichte ich sogar die 3. schnellste Overallzeit.
Meine persönliche Gesamtzeit konnte ich um eine Minute verbessern.

Ein gelungener Heimtriathlon und schnellster bei der Clubmeisterschaft.
Ich bin zufrieden ;)