10.09.2011 Gemmi Triathlon

Nach 3 Wochen Laufpause besserte sich mein kleiner Zeh und ich habe mich für ein Testlauf entschieden. Nach dem der Testlauf am Donnerstag gut gegangen war, entschloss ich mich am Gemmi Triathlon teilzunehmen. Das war mein dritter Start nach 2009 und 2010. Am Freitagabend fuhr ich via Furka ins Wallis. Das letzte Stück zog sich dann noch in die Länge. Das Navigationsgeräte schickte mich durch Rebbergenstrassen mit Fahrverbot und die Adresse vom Hotel stimmte auch nicht.
Am Samstagmorgen gings dann Richtung Sierre zur Nachmeldung. Die Wetteraussichten waren ausgezeichnet. Stahl blauer Himmel und warme Temperaturen waren angesagt.
Das Schwimmen gelang mir gut. Ich konnte mich schön lang machen und den Rythmus durchziehen und verkrampfte mich nicht. Der Wechsel klappte auch super und das Gefühl täuschte nicht. Ich war um 75 Sekunden schneller als im Vorjahr (Schwimmen und erster Wechsel).

Beim Radfahren benutzte ich zum erstenmal bei einem Wettkampf SRM Kurbeln in Kombination mit dem Garmin Edge 705, mit welchem ich die Daten lesen kann.
Mit diesem Leistungsmessgerät sehe ich die Wattzahlen und kann somit ein konstantes Rennen fahren. Auf dem Display kann man sich bis zu 16 Werte anzeigen lassen. Ganz praktisch sind hier die gleistete Wattzahl in den letzten 30 Sekunden und die Durchschnittswattzahl.
Nachdem ich noch ein bisschen Probleme mit den Schuhen anziehen hatte, welche ich während dem Fahren anzog, fand ich schnell einen guten Rhytmus.
Es machte Spass an die Grenzen zu gehen. Das Anfangsstück war von vielen kleinen Anstiegen und Abfahrten geprägt, welche ich gut einteilen konnte und vorallem bei den Abfahrten Plätze gut machte. Und ich genoss es: Mit Spass an die Grenzen zu gehen, die Aussicht und die warmen Temperaturen und das geile Gefühl, wieder an einem Triathlon dabei zu sein.
Nach 960 Höhenmeter und 23.2 Kilometer von Sierre nach Leukerbad, wo ich 40 Sekunden schneller war als letztes Jahr ging es in die Sportarena zum Wechsel.
Diese Wand stand mir bevor:

Die 3.8km lange Strecke mit dem 960 Meter höher gelegene Gemmipass waren als Dessert zu absolvieren. Trotz kurzer Triathlonbekleidung war es sehr warm auf der Laufstrecke, da die Wärme den Berg entlang hoch ging und durch die grüne, sanfte Algenschicht vom Schwimmen, die Haut nicht richtig atmen konnte. Ich wechselte immer wieder ab mit Joggen und Power-Wandern. Es gab Phasen, wo ich fast nicht mehr vorwärts kam und und völlig lustlos war. Doch auch Momente von "fliegen und tanzen". Das wichtigste ist dabei immer die Momente so zu erleben und nicht zu denken: "Es sollte doch so sein, so ist es richtig." Ich mobilisierte immer wieder Kräfte, von denen man Glaubte, da sie gar nicht da sind. Beim Laufen war ich nicht mehr so schnell wie letztes Jahr, ich verlor gut 2 1/4 Minunten auf letztes Jahr und war so mit der Gesamtzeit leicht langsamer, war aber trotzdem rangmässig meine beste Disziplin. In meiner Kategorie reichte es für den 8. Rang und für eine Top 2o Overall-Rangierung. Oben im Ziel angekommen, genoss ich einige Momente des Nichts-Tun.

Mit der Seilbahn ging es dann runter nach Leukerbad, wo ich mich Energiereserven mit einer Pasta auffühlte und dann noch die Aussicht im Burgerbad genoss.
Ich kann den Gemmi Triathlon jedem empfehlen, ein tolles Erlebniss.

"Wer nicht auf die hohen Berge steigt, kennnt die Ebene nicht ." Chinesisches Sprichwort