27.07.2014 Ironman Switzerland

Start ging ziemlich gut, war nur für die ersten 2min ein Gedränge. Hatte dann mal nach 700m auf den Garmin geschaut, der zeigte eine Durchschnittspace von 1:33/100m an, war total positv überrascht, warhscheinlich ging es am Anfang mit der Strömung. Die zweite Runde gab ich mehr Gas und musste am Schluss schon leiden. Nach 1:22,12 stieg ich aus dem Wasser. Der Garmin zeigte 4,58km an ??? Overall: 1366. M35: 232.

Wechsel ging nicht so optimal, war aber trotzdem schnell.

Die Schwimleistung konnte ich schnell vergessen.
Radfahren bin ich progressiv angegangen. erste 20min locker, die Beine fühlten sich gut an. Dabei war ich ständig am überholen. Meine Atmung war dabei ziemlich ruhig, nach dem ich beim Schwimmen, die Atmung stark beanspruchte. Die Hügel kam ich gut rauf.
Zwischendurch gab es leichten Regen auch bei der schnellen Abfahrt nach Küsnacht war es nass.
Erste Runde war in 2:33,20, wobei ich im Fahrplan lag. In der zweiten Runde war es ziemlich leerer auf der Strecke, vor allem beim Teilstück am See entlang war ich ziemlich alleine, zwischendurch habe ich vereinzelte überholt. An den Hügeln sah es dann wieder anders aus, dort war viel mehr los. Konnte auch da stark fahren und viele überholen. Der erste Anstiege nach Egg und Forch konnte ich nicht so stark fahren, so waren es etwa 10 Watt weniger. Die Strasse trocknete inzwischen ganz ab. Die Durchschnittleistung sank gegen Ende der zweiten Runde etwas ab. Die Zweite Runde fuhr in in 2:37, 24 also etwas langsamer. Gesamtzeit laut Zeitmessung 5:11,20. Garmin Datei: http://connect.garmin.com/activity/550944803
Overall auf dem 415 Rang also gut 751 Plätze gut gemacht auf dem Rad. M35 auf dem 79. Zwischenrang.

Der zweite Wechsel ging gut.

Lauf ging ich wieder schön langsam an, war aber ein bisschen zu schnell unterwegs. Fühlte mich ziemlich gut, nach dem ich beim Radfahren gegen Ende des Rennen etwas zu kämpfen hatte. Das Aufrichten und das Laufen wie ein "König" liegt mir wohl besser als die gebückte Haltung beim Radfahren Auf der Laufstrecke war eine gute Stimmung und ich konnte wiederum fast ausschliesslich auf der Überholspur laufen. Ich konzentrierte mich auf mein Rennen, erkannte aber auch viele Freunde an der Strecke. Ich konnte die Frauensiegerin Daniela Ryf lange hinter mir lassen (die allerdings eine Runde Vorsprung hatte. Konnte sie dann nochmal überholen, war aber nicht für eine lange Zeit. Bis zum Halbmarathon lief es ziemlich nach Plan und ich fühlte mich gut. Ich erkannte noch Brett Sutton an der Strecke und rufte "Hi Brett", und er rief mir zu, dass ich toll aussehe :) Nach dem Halbmarathon wurden die Beine etwas schwerer, obwohl ich ich mich bemühte dort noch etwas mehr Gas zu geben. Der Laufstil fühlte sich bis km 30 sehr gut an, so war eigentlich nichts zu spüren von einem Tempoverlust, die Uhr zeigte aber etwas anderes an. In der letzten Runde merkte ich, dass ich zu krampfartigen Erscheinungen neigte, konnte aber weiterlaufen. Bei km 38 krampfte das ganze rechte Bein und ich stand für ein paar Sekunden still, dann begann ich leicht zu spazieren und kurz darauf konnte ich weiterlaufen und der Krampf löste sich dann wieder. Beim 40. km wollte ich nochmals angreifen und alles in eine Waagschale werfen und steigerte die Pace auf 4:37, dies ist auch schon aufgegangen. Diesmal aber nicht, am Schluss strafte mich dieses Manöver und ich erlitt einen starken Einbruch. In den letzen zwei Kilometer ging die Pace herunter auf 5:16 und 5:33. Ich rettete mich ins Ziel mit einer Marathonzeit von 3:23,59. Endzeit 10:04,32 Overall: 203. von 2159 Finisher M35: 41. von 340 Finisher
Garmin Datei: http://connect.garmin.com/modern/#activity/550888812
Im Ziel konnte musste ich mich sofort hinsetzen und es wurde mir schwindlig. Ich habe alles gegeben, die Umstände kann man nicht ändern, und das ist auch die Herausforderung und Faszination in unserem Sport.

Danach schlug ich kräftig im Buffet zu und hatte beim Duschen noch warmes Wasser.
Ich konnte an diesem Tag die Beste Version von mir zeigen und ich bin der Meinung, dass ich das Beste gegeben habe.
Besten Dank an alle die mich in der Vorbereitung unterstützt haben und an das Publikum und die Hilfsbereiten Helfer auf der Strecke, Wechselzone und im Zielbereich, ihr habt den Wettkampf zu einem tollen Tag gemacht.

Grüsse Stefan