25.10.2015 Luzern Marathon

Nach dem Powerman Zofingen hatte ich 7 Wochen Zeit für die Vorbereitung auf den Luzern Marathon. Mit nur zwei Läufen über 21km und ein paar harten Laufintervallen war ich trotz kurzer Vorbereitung in eine gute Laufform gekommen. Besten Dank an Mario Schmidt-Wendling von www.sisu-training.de

Am Rennmorgen fühlte ich mich frisch, obwohl ich mitten in der Nacht mal aufgewacht war. Nach dem Frühstück bekam ich etwas Magenprobleme, welche sich dann eine Stunde später wieder legten.

Nach der Anreise mit der Bahn, holte ich mir die Startnummer und gab die Eigenverpflegung ab. Vor dem Start traf ich noch ein paar Läuferfreunde.

Ich reihte mich in der ersten Startgruppe ein (Zielzeit Marathon 3:00, Halbmarathon 1:30) Die Gruppe war ziemlich voll. Doch da die meisten den ersten Kilometer etwas zu schnell rennen, stockte es nicht so fest.
Die Stimmung war toll und ich war optimal in meinem Zeitplan. Seit den letzten Trainings fühlen sich die Beine so an, das man den Bodenkontakt (fast) nicht mehr spürte. Nach der KKL Passage war die Stimmung auf dem Höhenpunkt und die Zuschauer gaben alles.

Gegen den Schluss der ersten Runde, zogen die Halbmarathonläufer das Tempo an, ich lief mein Tempo von 4:00 bis 4:02 pro km weiter. Was aber schon immer Kontrolle erforderte, um nicht zu schnell zu rennen. Die Beine liefen nähmlich gut, so das ich eher etwas bremsen musste.

Nach dem Halbmarathon lag ich auf dem 58. Gesamtrang beim Marathon. Die Halbmarathondurchgangszeit betrug 1:25,15

Die zweite Runde lief gut weiter. Das Feld wurde viel übersichtlicher, da nur noch die Marathonläufer auf die zweite Runde gingen. Schon bald konnte ich einige Plätze gut machen. Die Beine liefen weiterhin gut, es wurde aber etwas strenger. Bremsen war jetzt nicht mehr nötig. Die Anstiege kam ich gut rauf, denn mit insgesamt 200 Höhenmeter, ist dies kein flacher Marathon.
Die Eigenverpflegung konnte ich jedesmal schnell fassen und die Verpflegung passt. Besten Dank an Caroline Rauscher von www.nutritional-finetuning.de

Ab KM 36 hatte ich die Vorgabe "Vollgas" in der Marschtabelle. Ich konnte nochmals zulegen und kam nochmals in einen richtigen Flow.
Wie die folgenden Bilder zeigen, ging ich hart an mein Limit.

Die letzten 5 Kilometer konnte ich in einer Pace von 3,51/km laufen. Es hatte sehr viele Zuschauer am Strassenrand, die für den Temporausch verantwortlich waren. Eine weitere Aufgabe bestand sich einen Weg durch die Läufer zu bahnen, den das Schlussfeld des Halbmarathons war wie an einer Perlenkette aneinander gereicht. Ich hörte ständig "Stefan-Rufe" und gab nochmals alles was in mir steckte. Beim letzten Kilometer sah ich, das es für eine Zeit unter 2:50 reichen wird. Am Schluss überholte ich noch einige, unteranderem die 3. Platzierte Frau.
Im letzten Abschnitt von 8.4km erreichte ich die 9. schnellste Zeit.
Stolz überquerte ich die Ziellinie als 6. in der Kategorie M35, wo zugleich die Schweizermeisterschaft ausgetragen wurde.

In der Gesamtwertung erreichte ich den sehr guten 29. Rang von 1153 klassierten Läufern und war somit eine Rangierung hinter Triathlonprofi Mike Schifferle (0.5 Sekunden Rückstand)

Overallrangliste:
http://services.datasport.com/2015/lauf/lucerne/RANG010-001.HTM

Kategorienrangliste:
http://services.datasport.com/2015/lauf/lucerne/RANG014.HTM

Es ist toll, als Triathlet vorne in der Läuferszene mitzumischen. Habe nach dem Rennen nur erfreuliche Rückmeldungen bekommen :)
Nächste Saison werde ich auf die Karte Duathlon setzen. Freue mich dort anzugreifen. Besten Dank an alle die mich unterstützt haben.

Persönliches Rennvideo:
http://en.asics.ch/mysports/?rdpage=results&e=LU15%L=GE&r=174