6. Dezember 2009: Die Grenzen

Wie man Grenzen in sich auflöst
Seit wir denken können, versuchen Sportler aller Nationen, die Meile (1609,34m) unter vier Minuten zu laufen, aber vergeblich. Unzählige haben es versucht und nicht geschafft. Alle Fachleute waren sich einig, dass das nicht möglich sei, weil der menschliche Körper zu einer solchen Leistung einfach nicht fähig sei. Und jeder hatte aus seinem Fachgebiet viele "Beispiele", warum das gar nicht möglich sei. Die Lungen können für eine solche Leistung nicht genügend Sauerstoff aufnehmen, der Luftwiderstand sei viel zu hoch usw. So entstand der Mythos von der magischen Grenze von vier Minuten, die wohl niemals unterboten werden könnten.
Doch es gab einen Sportler, der sich mit diesen "Beweisen" nicht zufrieden gab, der tief im Innersten "wusste" dass das zu schaffen war und dass ER es schaffen könne. Um wirklich alle Reserven zu mobilisieren entwickelte er ein spezielles mentales und körperliches Training, und absolvierte es konsequent über ein Jahr. Ein Jahr lang ist er jeden Abend im Kopf die Meile unter vier Minuten gelaufen , bis er die Sicherheit aufgebaut hatte, es auch "draussen" in der Welt zu schaffen. Er hatte sich vorgenommen, etwas Unmögliches zu schaffen - und er schaffte es. Am 6. Mai 1954 lief Roger Bannister in Oxford die Meile als erster Mensch unter vier Minuten, in der Traumzeit von 3,59 Minuten.
Damit war der Bann gebrochen und es geschah etwas wirklich Unglaubiges. Noch im gleichen Jahr schafften es plötzlich 37 Läufer den neuen Rekord von Roger Bannister zu brechen und im Jahr darauf waren es soger mehr als 300 Sportler, die die Meile unter vier Minuten liefen.
Inzwischen ist das Sportgeschichte, aber es ist ein Beispiel dafür, dass solche Grenzen vor allem in unserem Denken bestehen und DORT müssen sie beseitigt werden, wenn wir entdecken wollen, wozu wir wirklich fähig sind.
Wenn wir auch in unserem Leben Wunder erleben wollen, müssen wir zunächst einmal die inneren Grenzen erkennen und auflössen. Sie entstehen unmerklich bereits in der Kindheit, weil wir uns für nichts Besonderes halten.
Doch wir sind nicht nur etwas Besonderes, wir sind einmalig.